“Unsere” Krise – und die Dritte Welt


Die  Wirtschaftskrise und die Länder der so genannten Dritten Welt

Hans-Peter Lang

Am Anfang des Berichtes stand die Vorführung einer DVD, des Video-Films „Momentaufnahme“ (siehe auch die Homepage des Global Marstall Plans). An Hand von Straßenbildern aus den Großstädten der Welt wurden die krassen Unterschiede des Lebens zwischen dem Großteil der Bewohner der Industrieländer des Nordens und den Menschen in den Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Südostasiens gezeigt.

Ein Sechstel der Weltbevölkerung lebt heute in bitterer Armut – und die Kluft zwischen Arm und Reich wächst weiter. „Die Erde bietet genug für die Bedürfnisse aller – aber nicht für die Gier von einigen wenigen,“ meinte Mahatma Gandhi. Die Inderin Vandana Shiva, Physikerin und Mitglied des Club of Rome, ist überzeugt , dass nur die Verbesserung der Lebensbedingungen der von der Landwirtschaft lebenden Menschen in der 3.Welt die heutige Situation entscheidend ändern kann, sowohl ökonomisch und sozial als auch ökologisch. Entscheidend ist für sie in diesem Zusammenhang die Rolle der Frauen in diesen Ländern, welche traditionell die Hauptlasten der Ernährungs- und Lebenssicherung tragen. Diese Verbesserung würde die Abwanderung in die Großstädte und nach Europa stoppen und damit auch ihre Entwurzelung in kultureller und sozialer Hinsicht verhindern.

Der Film wies auch darauf hin, dass gesunde indigene Gesellschaften nach dem Prinzip leben, dass ihre Lebensgrundlagen mindestens bis in die nachfolgende 7.Generation gesichert und erhalten bleiben. Der Film schloss mit dem Hinweis: Gott hat keine anderen Hände als die unseren.

In einem anschließenden kurzen Vortrag wurde auf die schwerwiegenden Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die so genannten Entwicklungsländer hingewiesen, einer Krise, die ja von den Industrieländern ausgegangen ist. Die kürzlich veröffentlichten Zahlen vieler internationaler Organisationen zeigen dies nur zu deutlich. Nach den vorliegenden Untersuchungen wird sich die Armut in diesen Ländern weiter und rasch verstärken. Es ist auch ein entscheidender Rückgang der Gelder aus Industrieländern für Entwicklungshilfe zu befürchten – Österreich ist ein Beispiel dafür. Für viele Länder der so genannten 3.Welt besteht aus derzeitiger Sicht keine Chance, die schon vorhandenen  Schuldenberge und die damit verbundenen hohen Zinszahlungen abzubauen. Die Armen werden weiter ärmer, die Reichen reicher – eine bleibende Herausforderung für Christen!

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